Kfz-Tarifrunde 2025 Ab Dienstag Warnstreiks im Kfz-Handwerk

Am Dienstag starten die Warnstreiks im Kfz-Handwerk. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld, 170 Euro mehr für Auszubildende und eine Entlastungskomponente. Zuvor hat sie 12.000 Beschäftigte befragt. Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen ab und legten bislang kein Angebot vor.

1. April 2025 1. April 2025


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Ab Dienstag, 1. April starten die Warnstreiks in den Autohäusern und Werkstätten des Kfz-Handwerks. In der ersten Verhandlungsrunde gab es in den Tarifgebieten NordOst, Hessen, Baden-Württemberg, Niedersachsen, NRW und Bayern keine Annäherung. Die Arbeitgeber lehnten die Forderungen der IG Metall ab – legten jedoch selbst kein Angebot vor, trotz des massiven Fachkräftemangels im Kfz-Handwerk.

„Die Wertschätzung ist gering, der Arbeitsdruck im Kfz-Handwerk hoch. Und die Arbeitgeber schauen am Verhandlungstisch bislang tatenlos zu“, kritisiert Nadine Boguslawski, die im IG Metall-Vorstand für Tarifpolitik und das Handwerk verantwortlich ist. „Warnstreiks sind jetzt ein wichtiges Schwungrad für die Tarifverhandlungen. Die Beschäftigten wollen dafür sorgen, dass sich die Arbeitgeber bewegen. Sonst verschärft sich der Abwanderungsdruck von Fachkräften in der Branche.“

Für die Stärkung der Kaufkraft sowie zur Fachkräftesicherung fordert die IG Metall 6,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten in den Kfz-Werkstätten und Autohäusern. Auszubildende sollen mit 170 Euro mehr im Monat überproportional höhere Vergütungen erhalten. Diese Forderung für die Laufzeit eines Jahres hat der IG Metall-Vorstand nach Empfehlung der Tarifkommissionen für die Kfz-Tarifrunde beschlossen. Außerdem erwartet die IG Metall von den Arbeitgebern Lösungen für die besondere Belastung der Beschäftigten.